Teenyoga

Yoga für Teenager: Ein Ausgleich zu Schule, Stress und Handy

Wie es Jugendlichen heute geht, was Yoga für 10- bis 13-Jährige leisten kann und wie eine Teenyoga-Stunde in Pulheim abläuft – mit Studien, Bewegungsempfehlungen und Tipps für Eltern.

Drei Jugendliche sitzen im Schneidersitz nebeneinander, die Hände locker auf den Knien

Zwischen Klassenarbeiten, Freundschaften, Handy und Pubertät ist Ruhe für viele Zehn- bis Dreizehnjährige Mangelware. Eltern merken das an Gereiztheit, Schlafproblemen oder Bauchschmerzen vor der Schule. Yoga kann in diesem Alter ein Ausgleich sein – wenn es altersgerecht ist und niemand verglichen wird. Was die Forschung dazu sagt und wie eine Teenyoga-Stunde in Pulheim aussieht.

Wie es Jugendlichen gerade geht

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit etwa jeder siebte Mensch zwischen 10 und 19 Jahren mit einer psychischen Erkrankung lebt; Angststörungen und Depressionen sind am häufigsten.1 Für Deutschland zeigt die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, dass der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten während der Corona-Pandemie von rund 18 auf rund 30 Prozent gestiegen ist – und auch danach über dem Niveau vor der Pandemie blieb. Als Belastungen nannten die Befragten vor allem Schulstress, Streit in der Familie und weniger Kontakt zu Freunden.2

Dazu kommt: Jugendliche bewegen sich weniger als Kinder. Die WHO empfiehlt für 5- bis 17-Jährige mindestens 60 Minuten moderate bis anstrengende Bewegung am Tag.3 In der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts erreichte nur etwa jedes vierte Kind diese Empfehlung – und der Anteil sinkt mit dem Alter deutlich, bei Mädchen stärker als bei Jungen.4

Was Yoga für Teenager leisten kann – und was nicht

Für Jugendliche ist die Studienlage besser als für kleine Kinder, weil viele Schulprogramme in weiterführenden Schulen untersucht wurden. Eine Übersichtsarbeit zu Yoga an Schulen fand überwiegend positive Effekte auf Stimmung, Stressbewältigung und Selbstregulation.5 Eine systematische Übersicht zu Angst und Depression berichtete in der Mehrheit der Studien über weniger Angstsymptome; bei depressiven Symptomen waren die Ergebnisse gemischt.6 Die American Academy of Pediatrics stuft Yoga, Meditation und Atemtechniken für Jugendliche als sicher und ergänzend hilfreich ein.7

Wichtig: Yoga ist keine Therapie. Wenn Ihr Kind über Wochen niedergeschlagen ist, sich zurückzieht oder Sie sich ernsthaft Sorgen machen, sprechen Sie mit der Kinder- und Jugendarztpraxis. Yoga kann dann eine Ergänzung sein.

So sieht Teenyoga bei YogaPänz aus

Drei Jugendliche sitzen im Schneidersitz nebeneinander, die Hände locker auf den Knien
Teenyoga: sitzen, atmen, ankommen – ohne Vergleich und ohne Bewertung.
  • Für 10- bis 13-Jährige, dienstags 17.30 Uhr und donnerstags 17.00 Uhr im Yogastudio Pulheim – höchstens 12 Teilnehmende pro Kurs.
  • Kraft und Beweglichkeit: Standhaltungen, Sonnengruß und Dehnungen, die Haltung und Körpergefühl verbessern – gerade in der Wachstumsphase.
  • Atem statt Ablenkung: Atemtechniken mit verlängerter Ausatmung, die sich vor Klassenarbeiten oder beim Einschlafen nutzen lassen.
  • Kurze Meditation und Entspannung: 60 Minuten ohne Bildschirm, in denen die Gedanken sortiert werden dürfen.
  • Kein Vergleich, keine Bewertung: Jede und jeder übt im eigenen Tempo. Wer eine Haltung nicht mag, wählt eine andere.

Die erste Stunde ist kostenlos, der Einstieg jederzeit möglich. Alle Details stehen auf der Seite Teenyoga in Pulheim.

Drei Dinge, die Eltern tun können

  1. Vorschlagen, nicht verordnen. Jugendliche kommen eher, wenn sie die Probestunde als eigenes Experiment sehen dürfen – und danach selbst entscheiden.
  2. Bewegung in den Alltag bauen. Der Schulweg mit dem Rad – aus Pulheim, Sinnersdorf oder Brauweiler oft nur wenige Minuten – zählt zur täglichen Bewegungszeit dazu.
  3. Bildschirmzeit und Schlaf im Blick behalten. Die nationalen Bewegungsempfehlungen raten für Jugendliche zu höchstens zwei Stunden Bildschirmfreizeit am Tag.8 Eine feste Zeit ohne Handy vor dem Schlafen hilft vielen Familien.

Quellen

  1. World Health Organization: Mental health of adolescents. Fact sheet. who.int
  2. Ravens-Sieberer, U. et al.: COPSY-Studie (Corona und Psyche), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Forschungsgruppe Child Public Health, Erhebungen 2020 bis 2022.
  3. World Health Organization (2020): WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour. who.int
  4. Finger, J. D. et al. (2018): Körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends. Journal of Health Monitoring 3(1), Robert Koch-Institut.
  5. Khalsa, S. B. & Butzer, B. (2016): Yoga in school settings: a research review. Annals of the New York Academy of Sciences 1373(1), 45–55. doi.org/10.1111/nyas.13025
  6. James-Palmer, A. et al. (2020): Yoga as an Intervention for the Reduction of Symptoms of Anxiety and Depression in Children and Adolescents: A Systematic Review. Frontiers in Pediatrics 8, 78. doi.org/10.3389/fped.2020.00078
  7. McClafferty, H. et al. (2016): Mind-Body Therapies in Children and Youth. Pediatrics 138(3), e20161896. doi.org/10.1542/peds.2016-1896
  8. Rütten, A. & Pfeifer, K. (Hrsg.) (2016): Nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. FAU Erlangen-Nürnberg, herausgegeben mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Stand: September 2026. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder psychologische Beratung.

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